Besser als Grönemeyer: MGV Hervest-Dorsten studierte Dorsten-Lied ein
Von Hakan Keser am 19. Mai 2010 15:05 Uhr
DORSTEN Das ging runter wie Öl: Besser als Grönemeyers Ruhr.2010-Lied sei die von Ralf Ehlert komponierte Hymne an die Lippestadt, urteilte Alfons Buddner, Vorsitzender des Männergesangverein Hervest-Dorsten 1948 e.V. Der Chor studierte das Dorsten-Lied am Dienstagabend erstmals ein.
Ralf Ehlert und die Männer vom MGV Hervest-Dorsten bei der ersten Probe.
Foto: Hakan Keser
Ralf Ehlert fungierte an diesem Abend auch als Chorleiter und konnte sich dem positiven Fazit nur anschließen. „Ich fand’s klasse, alles hat einfach gepasst“, schwärmte Ehlert. Die Weltpremiere des Dorsten-Liedes im neuen Textgewand wird im September mit dem Auftritt vom Rockorchester Ruhrgebeat und dem Männergesangverein Hervest-Dorsten ist in der Local-Heroes-Woche in Dorsten zelebriert.
Im September wird dann auch Bürgermeister Lütkenhorst mit von der Partie sein, der sich für diese erste Probe entschuldigen ließ. Mitgebracht hatte Ehlert eine erste Demoversion auf CD, die das Einsingen erleichtern sollte.
Text kam gut an
Bereits beim Einstieg merkte man gleich, dass sowohl Melodie als auch Text beim Männergesangsverein sehr gut ankamen. „Schön ist das Lied. Gefällt mir gut“, meinte etwa Hans-Joachim Schwankl. Dabei wird der Duett-Charakter des Liedes beibehalten. Auf den Teil „Wir sind das Tor“ des für die Probe zweigeteilten Chores gab es „zum Ruhrgebiet“ als Antwort.
Unter Leitung von Ehlert, der von Anfang an bedacht war, dass die Melodie korrekt gesungen wird, bekam der Chor zunehmend ein Gefühl für das Lied. „Sonst wird das Falsche geübt, was sich zunehmend fortsetzt und schwer wieder auszubügeln ist“, erklärte der studierte Kirchenmusiker seine Hartnäckigkeit.
Erfahrener Chor
„Drei Proben und dann wird das Ergebnis perfekt sein“, ergänzte Schwankl. Denn er weiß, dass auf die Erfahrung seines Chores beim Einüben von neuen Liedern Verlass ist. Demokratisch ging die Auswahl indes beim Text zu. Denn einzelne Wörter des Textes – er steht in seiner Endfassung noch nicht fest – stimmte Ehlert mit dem Chor ab.
„Ich merke, dass ich hier auch noch meine andere Profession mit einbringen kann“, erklärte Ehlert, der auch Geschäftsführer der Tedo GmbH ist. Sie kümmert sich aktuell um das Großprojekt Fürst Leopold. „Mit der Probe dieses Chores, der von Bergleuten gegründet wurde, habe ich ein Stück weit auch mein altes Leben zurück“, führte er weiter an.
Dass das Dorsten-Lied Ausstrahlungskraft besitzt, sieht er nach einem Gespräch mit dem Oberbürgermeister von Bottrop bestätigt. Als Ehlert ihm von dem Projekt berichtete, war dessen Reaktion: ein Lied für Bottrop!
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