"Erfolgreiche Sanierung": Zwei Investoren für Hötten gefunden
Von Berthold Fehmer am 18. Mai 2010 17:09 Uhr
WULFEN Die „erfolgreiche Sanierung“ der Hermann Hötten Maschinenbau GmbH vermeldet Insolvenzverwalter Biner Bähr. Nach mehr als zweimonatiger Betriebsfortführung, mehrwöchigen Verhandlungen und umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen wurden die beiden Geschäftsbereiche „Internationaler Anlagenbau“ und „Bergbau/Industrie“ an zwei unterschiedliche Investoren verkauft.
Bei Hötten geht es weiter, aber unter neuer Regie.
Der Bereich „Internationaler Anlagenbau“ geht an einen Unternehmer aus dem Ruhrgebiet, der diesen unter der künftigen Firma „Hötten Anlagentechnik GmbH“ fortführen wird. Der Bereich „Bergbau/Industrie“ wurde von einem Maschinenbauunternehmen aus dem Bergischen Land erworben, das diesen Bereich zukünftig unter der Firma „Hötten Industrie & Services GmbH“ betreiben wird.
Mindestens die Hälfte der Arbeitsplätze könne vor Ort in Dorsten erhalten bleiben, sagt Bähr. Er rechnet jedoch damit, dass es wesentlich mehr sein werden. Dies hänge allerdings noch von Verhandlungen der kommenden zwei Wochen ab. Nicht übernommene Mitarbeiter sollen in einer Transfergesellschaft weiter qualifiziert werden.
Anfang März Insolvenzantrag gestellt
Die im Bereich Anlagen- und Maschinenbau tätige Hermann Hötten Maschinenbau GmbH musste Anfang März 2010 beim Amtsgericht Essen einen Insolvenzantrag stellen. Sie beschäftigte bislang rund 150 Mitarbeiter. Unter der Marke „Hötten-Brick“ plant, liefert und montiert das Unternehmen Maschinen und Anlagen für die Bau- und Baustoffindustrie, insbesondere Porenbetonanlagen, Kalksandsteinanlagen und Mörtelanlagen. Die Kunden kommen aus dem Nahen und Mittleren Osten sowie aus Nordafrika.
Darüber hinaus fertigt und repariert Hötten für namhafte Bergbau- und Industriebetriebe komplette Maschinen, Baugruppen und Ersatzteile.
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